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Lagerfeuer, Grillfeuer im Landkreis Tirschenreuth

Gegen Lagerfeuer und Grillfeuer ist generell nichts einzuwenden - solange Feuer der angestrebten Naturverbundenheit entsprechen und die einschlägigen Vorschriften dazu eingehalten werden:

Das Entzünden von offenen Feuern ist grundsätzlich verboten in

  • Naturschutzgebieten
  • geschützten Landschaftsbestandteilen
  • flächenhaften Naturdenkmalen
  • den Schutzzonen der Naturparke
  • auf Biotopflächen, wie z.B. Mager- und Trockenrasen, Schilfzonen, Hecken und dgl.
  • ... und immer dann, wenn für die Umgebung Brandgefahren entstehen können.


Beim Abbrennen eines offenen Feuers ist folgendes zu beachten:

1.
Die jeweils gültigen Sicherheitsabstände sind einzuhalten (z.B. 5 m zu Gebäuden, 5 m zu brennbaren Stoffen, 100 m zu leicht entzündlichen Stoffen, 100 m zu Waldrändern; 25 m zu Feldgehölzen und Hecken; 10 m zu Feldwegen; 75 m zu Schienenwegen und öffentlichen Straßen).

2.
Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch Rauchentwicklung sowie ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus sind zu verhindern.

3.
Als Brennstoff darf nur naturbelassenes, trockenes Holz (das heißt nicht lackiert, beschichtet, eingelassen, imprägniert, usw.-also z.B. keine Möbelteile) verwendet werden. Die Verwendung von Altpapier, Kartonagen, Altreifen, Kunststoffen (auch PET-Flaschen) und insbesondere Altölen sowie sonstigen Abfällen als Brennmaterial ist nicht zulässig.

4.
Da Getränkedosen und Glasflaschen unbrennbar sind, haben sie in der Feuerstelle nichts zu suchen.

5.
Bei starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden, bestehende Feuer sind unverzüglich zu löschen.

6.
Das Feuer muss von mindestens zwei, mit geeignetem Gerät ausgestatteten, leistungs- und reaktionsfähigen Personen über 16 Jahren ständig überwacht werden.

7.
Die Glut muss beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

8.
Verbrennungsrückstände sind Abfälle und daher ordnungsgemäß zu beseitigen.


Gemäß § 27, Abs. 1, Satz 1 des  Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrWIAbfG) dürfen ABFÄLLE zum Zwecke der Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Abfallentsorgungsanlagen behandelt werden. Das Verbrennen ungeeigneter Materialien bei Grillfeiern oder ähnlichen Veranstaltungen, wie sog. Brauchtumsfeiern (Osterfeuer, Sonnwendfeuer, Maifeuer, Johannisfeuer, usw.) stellt eine Verhütung von Bränden (VVB) und der Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb zugelassener Beseitigungsanlagen (PflAbfV) einzuhalten.

Bei Verstößen muss mit einer Anzeige und nachfolgend mit empfindlichen Bußgeldern gerechnet werden.

Die konsequente Einhaltung vorgenannter Grundsätze und deren Beachtung durch alle Beteiligten erspart im Nachhinein Ärger und Unannahmlichkeiten für den oder die Verantwortlichen und zeigt, welchen Stellenwert man dem Schutz der Umwelt einräumt.

Ihre Ansprechpartner:

Staatl. Abfallrecht im Landratsamt: Tel. 09631/88-253 oder 364

Untere Naturschutzbehörde: Tel. 09631/88-336, 337 oder 339