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03.08.2020 09:25 Alter: 2 yrs

Großer Weiher geöffnet mit Einschränkungen


Der Badebetriebe am Großen Weiher ist wieder gestartet.

Durch zusätzlich engagiertes Personal kann das eigens für den Großen Weiher von der Verwaltung erarbeitete Sicherheits- und Hygienekonzept umgesetzt werden. Allerdings gibt es einige Veränderungen zum bisherigen Betrieb. Die Möglichkeit zum Baden besteht nun von Mittwoch bis Sonntag von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Die eingesetzte Security sorgt für die Einlasskontrolle. Ein Eintritt wird nicht erhoben. Aufgrund der Abstandsreglung dürfen nicht mehr als 217 Personen das Bad betreten. Die Bademeister und Rettungsschwimmer kümmern sich verstärkt um den Badebetrieb. Der engagierte Reinigungsdienst sorgt für die notwendige Hygiene im Bad.

Der Große Weiher wäre bereits eine Woche eher eröffnet worden, hätte das zusätzlich angeforderte Aufsichtspersonal nicht kurzfristig einen Rückzieher gemacht.

Bei Badebetrieb sind natürlich die Sicherheits- und Hygieneregeln einzuhalten. In diesen paar noch verbleibenden Wochen der Badesaison werden wir zusätzlich mehrere 10.000 € ausgeben um das Bad betreiben zu können. Unabhängig von den Öffnungszeiten des Bades läuft der Biergartenbetrieb.

 Was aktuell den Betrieb eines solchen Badegewässers erschwert ist nicht nur Coronabedingt. Die Rechtslage und die jüngste Rechtssprechung zeigt, dass eine Kommune bei mangelhaften Badebetrieb haftbar gemacht wird. Das geht soweit, dass die Entscheidungsträger persönlich haften.

Das belegt z.B. das Urteil gegen Bürgermeister Klemens Olbrich in der hessischen Kleinstadt Neukirchen. Der Bürgermeister war  wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden, nachdem drei Kinder im Dorfteich ertrunken sind.

Noch eine persönliche Anmerkung von mir:

Natürlich wünschen sich die Menschen, dass sie baden können wann sie wollen und das auch auf eigenen Gefahr. Aber die Rechtslage entlässt einen Badbetreiber nicht aus der Verantwortung, da helfen auch keine Schilder Baden auf eigene Gefahr.

Ich persönlich finde schon seit langem die gesellschaftliche Tendenz bedenklich, dass niemand mehr für sich selber verantwortlich sein kann, es muss immer jemand anders schuld sein und selbst dann, wenn man persönlich für den eigenen Schaden haften möchte, wird dies unmöglich wenn Versicherungen im Spiel sind und hohe Leistungen zu erwarten sind.

Es wird noch soweit kommen, dass wenn sich jemand mit dem Hammer auf den Daumen schlägt, dass der Hammer- und der Nagelverkäufer dafür haftbar gemacht werden.

Wir wünschen uns wieder mehr Selbstverantwortung und keine weitere Aushöhlung des grundgesetzlich geschützten Selbstbestimmungsrechtes. Wir hoffen auf den Gesetzgeber und auf eine Menschenwürde achtende Rechtssprechung.

Ihr Lothar Müller